Sonntag, 20. Dezember 2009

Epikurs Geburtstag

Epikur ist ein griechischer Philosoph. Er ist der Vater des positiven Denkens. Er begründete die Glücksphilosophie. Ich verdanke Epikur sehr viel. Auf der Suche nach dem tieferen Sinn des Lebens traf ich auf Epikur und war gerettet. Ich fand zur Spiritualität und entwickelte von da an systematisch mein inneres Glück. In mein Leben zog eine tiefe Zufriedenheit ein.

Am 20. Tag jedes Monats feiern wir in einem Philosophieforum Epikurs Geburtstag. Die Idee hatte vor einem Jahr Rhetorix. Rhetorix ist eine Stammschreiberin in diesem Philosophieforum und begeisterte Anhängerin von Epikur. Sie hat viel über Epikur gelesen und schenkt uns an jedem Geburtstag etwas von ihrem großen Wissen.

Rhetorix ist etwa 40 Jahre alt, Singlefrau und hat zwei Kinder. Sie hat Philosophie studiert. Was sie beruflich macht, weiß ich nicht. Jedenfalls weiß sie wie man Männer dazu bringt ihre Texte zu lesen: "Wie wär's mit dem Thema "Liebe und Sex? Wenn man die Sache unter dem Gesichtspunkt von Epikur zu betrachten versucht, kommt wohl folgendes heraus: Sex mit Leidenschaft ist schlecht, denn jede Leidenschaft ist eine ernste Gefahr für die Ataraxia (innerer Frieden). Im Konfliktfall ist innerer Frieden dem Sex vorzuziehen.

Liebe zieht oft den Kummer nach sich. Sex ohne Leidenschaft geht in Ordnung, da die damit verbundene Empfindung zweifellos angenehm ist. Man darf sich hiervon aber keinesfalls abhängig machen. Das ist relativ schwierig, und daher ist es meist besser, wenn man's lässt. Sich zu verheiraten, ist unter Umständen zu empfehlen. Aus Leidenschaft zu heiraten, ist aber auf keinen Fall ein guter Rat. Am besten sucht man sich eine eher unscheinbare Frau, bei dem man von vornherein nicht in diese Gefahr gerät. Alles in allem sind Liebe, Leidenschaft, Sex und zum nicht unerheblichen Teil auch die Ehe ein Feld voller Fallstricke. Am klügsten - aber nicht zwingend nötig - ist es, sich davon fernzuhalten."

Ich vermute, dass Rhetorix ziemlich schlechte Erfahrungen mit Beziehungen gemacht hat. Das geht vielen Menschen so, weil das Ego in der heutigen Zeit groß ist und eine egoistische Beziehung schnell zu einem Leidensweg werden kann. Für viele Menschen ist deshalb das Alleineleben der glücklichere Lebensweg, auch wenn sie sich meistens auf einer tiefen Ebene doch nach einer glücklichen Beziehung sehnen.

Wie kann man aus der Sicht der Yoga eine glückliche Beziehung führen? Ein Yogi legt den Schwerpunkt seines Leben auf die Entwicklung des inneren Glücks. Sein inneres Glück kann man am besten und schnellsten entwickeln, wenn man alleine als Yogi lebt. Wenn ein Yogi eine Beziehung hat, dann sollte er sich weiterhin in sich (in Gott, in der Erleuchtung, im spirituellen Üben) zentrieren und die Beziehung vorwiegend als einen Weg des Karma-Yoga betrachten.

Wenn ein Yogi seine Beziehung aus dem Sein (inneren Frieden) und dem Geben lebt, dann können alle Beteiligten daran spirituell wachsen. Die große Kunst ist es sensibel herauszufinden, wieviel man jeweils an Ruhe, Liebe, Freude, Selbstdisziplin und täglichem Üben für einen erfolgreichen Beziehungsweg braucht. Aus dem Sein (Ruhe, Üben) kriegen wir unsere Energie und aus dem Geben (richtig dosiert, ohne sich zu verbrauchen) wachsen wir in der umfassenden Liebe.

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