Montag, 21. Dezember 2009

Die Glücksphilosophie

Rebecca ist eine Freundin von Rhetorix: "Epikur befreite von der Angst und machte DADURCH die Menschen frei und glücklich."

Nils: Leidbefreiung ist die eine Hälfte der Glücksphilosophie. Die andere Hälfte ist die Erweckung des inneren Glücks. Inneres Glück kann durch viele Dinge entstehen. Gutes Essen kann glücklich machen. Sex kann glücklich machen. Wein kann glücklich machen, wenn er in Maßen genossen wird.

Der Hauptweg zum inneren Glück ist die Ruhe (ausreichende regelmäßige Entspannung), die Liebe (allen Wesen Glück wünschen) und das spirituelle Üben. Das spirituelle Üben kann nach Epikur darin bestehen, jeden Tag über den Sinn des Lebens nachzudenken (philosophieren) und positive Gedanken zu pflegen.

Für einen Erleuchteten ist es hilfreich äußerlich und insbesondere innerlich für sich alleine zu sein. Aber gleichzeitig ist er durch sein erweitertes Bewusstsein eins mit allen seinen Mitwesen. Er spürt ihre Gefühle und Gedanken in sich. Er kann den Menschen helfen noch glücklicher zu werden. Dann spürt er noch mehr Glück in sich.

Rebecca: "Epikur sah Freundschaft als wichtig an. Unter philosophischer Betrachtungsweise ist Freundschaft aber ein "Mittel zum Zweck". Es gibt den Menschen nur für sich. Alleine in seiner EINSAMKEIT. Und wer dieses erkennt, sucht etwas, um aus seiner Einsamkeit/Isolation zu kommen. Etwas, an das er sich festhalten kann. Einen anderen. Den Freund, den/die Geliebte."

Nils: Das sind ehrliche Sätze von dir. Du suchst einen Freund nicht um zu geben, sondern um etwas zu kriegen. Du möchtest einen Halt haben. Du möchtest Hilfe bei deinen Ängsten haben. Du möchtest durch die Zweisamkeit der Einsamkeit entkommen. Das ist alles okay. Aber der Hauptweg des inneren Glücks ist es in sich selbst einen Halt zu finden. Buddha lehrte: "Sei dir selbst eine Insel." Wer in sich selbst eine Insel ist, der kann seine Freundschaften aus dem Geben heraus leben. Haben-Freundschaften sind Suchtfreundschaften, die langfristig unglücklich machen. Sie enden in Ego-Machtkämpfen. Durch Geben-Freundschaften wächst ewig das Glück bei allen Beteiligten.

Der Mensch ist nicht alleine. Er wird einsam nur durch sein Ego. Wenn er sein Ego auflöst, erkennt er, dass er ein Teil des Gesamtkosmos ist. Der Mensch als Einzelwesen ist nur eine Illusion, die geistige Verwirrung eines unerleuchteten Menschen. Bei einem Erleuchteten dehnt sich die Bewusstseinsenergie aus. Er erfährt sich als eins mit dem Kosmos und mit allen seinen Mitwesen. Er hat ein Einheitsbewusstsein. Und er sieht typischerweise das Licht, das Urpositive, das Göttliche in allen seinen Mitwesen. Dadurch bleibt er ewig im Licht (in Gott).

Möge das große Sat-Chid-Ananda mit euch sein. Lebt aus dem Sein (Ruhe, Üben) und dem kosmischen Bewusstsein (umfassende Liebe, Einheit aller Wesen) heraus und ihr wachst ewig im inneren Glück. Das ist heute meine Weihnachstbotschaft. Was ist dein Weg ins Sat-Chid-Ananda zu kommen und ein glückliches Weihnachten zu erleben? Wie kannst du deine Mitmenschen auch zum Weg des inneren Friedens, des spirituellen Übens und der umfassenden Liebe führen? Denke das Mantra. "Mein Weg ist ...". Vorwärts. Gelingen.

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